Archiv für Februar 2013

Naziaufmarsch in Pforzheim verhindern

Am kommenden Samstag (23.02.2013) wollen Neonazis auf den Wartberg in Pforzheim ziehen. Veranstalter ist der neofaschistische „Freundeskreis ein Herz für Deutschland“. Seit fast 20 Jahren nehmen Nazis den 23. Februar zum Anlass, um „deutsche Opfer“ des 2. Weltkrieges zu glorifizieren und mystifizieren. In den letzten Jahren beteiligten sich durchschnittlich 100-200 Nazis an dem Gedenken. Dieses Jahr ist von einer größeren Mobilisierung der Rechten auszugehen. Erstmals ruft ein größeres Bündnis aus lokalen antifaschistischen Gruppen, sowie ein überregionales Antifa-Bündnis dazu auf, das Gedenken der Nazis zu blockieren und zu verhindern.
Einen Übersichtsartikel mit allen Aufrufen, Anreisemöglichkeiten, Kartenmaterial, Tipps zur Demovorbereitung und dem Aktionskonsens zur Blockade gibt es bei Indymedia. Neben zahlreichen anderen Gruppen ruft auch das Anarchistische Netzwerk Südwest* zur Teilnahme an den Protesten gegen die Nazis auf.

Die Kundgebung mit anschließender Demo der Initiative gegen Rechts beginnt um 15:30 Uhr gegenüber vom Hbf Pforzheim.

Nazi-Aufmarsch am 16.02. auf dem Alten Messplatz in Mannheim-Neckarstadt verhindern!

Die NPD plant für Samstag, den 16. Februar 2013 eine Veranstaltung auf dem Alten Messplatz im Mannheimer Stadtteil Neckarstadt. Gerüchteweise soll es sogar ein Konzert mit Nazi-Musik geben. Ob auch eine Demonstration geplant ist, ist zur Zeit noch unklar. Die NPD hetzt seit Monaten rassistisch gegen die bulgarischen und rumänischen Bewohner_innen des Stadtteils.

Wir werden eine solche Provokation durch Nazis nicht hinnehmen und rufen dazu auf, die NPD-Veranstaltung zu verhindern!

Der ohnehin schon rassistisch und antiziganistisch aufgeladene Diskurs um Migration aus Osteuropa in die Stadtteile Jungbusch und Neckarstadt ist für die NPD eine Steilvorlage. Die Nazis schließen sich OB Kurz in seiner Forderung nach mehr Polizei und Überwachung an. Im Gegensatz zur SPD fordert die NPD jedoch nicht die Integration sondern die Abschiebung der Migrant_innen.

Schon jetzt ist die Stimmung im Stadtteil aufgeheizt, während der Überwachungsstaat kontinuierlich aufrüstet. Fast wöchentlich finden rassistische Verkehrskontrollen unter der Jungbuschbrücke statt, bei denen vor allem “ausländisch aussehende” gefilzt werden. In den Straßen patroullieren Polizeitrupps. Aus der angestammten Bewohnerschaft werden Vorurteile gegen die als “Zigeuner” bezeichneten neuen Bewohner_innen des Viertels geäußert. Gerade erst wurde am 68. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz der verfolgten Sinti und Roma gedacht. Jetzt gilt es den Reden auch Taten folgen zu lassen und sich offensiv dem wiederkehrenden Rassismus entgegen zu stellen.

Für den 16. Februar werden wir zu Kundgebungen und Demonstrationen gegen Nazis, Rassismus und Überwachnungsstaat aufrufen. Im Vorfeld gilt es, rassistischer Propaganda offensiv entgegen zu treten und – sollten sie sich in die Neckarstadt wagen – die Nazis aus dem Viertel zu jagen!

Den antifaschistischen Sebstschutz organisieren!

Naziaufmärsche verhindern!

Nazis stoppen! 16.02.!

Infoseite gegen den Naziaufmarsch am 16.02. auf dem alten Messplatz

One Billion Rising – Internationaler Aktionstag gegen Gewalt an Frauen


Die Libertäre Gruppe Heidelberg informiert über den Internationaler Aktionstag gegen Gewalt an Frauen:

“Eine von drei Frauen auf diesem Planeten wird im Laufe ihres Lebens geschlagen oder vergewaltigt. Das sind eine Milliarde Frauen, denen Gewalt angetan wird.”

Diese Gewalt, die auf dem Nährboden patriarchal sexistischen Gesellschaftsstrukturen wächst, ist nicht länger hinnehmbar und muss aufhören. Jetzt. Jeder Täter hat zur Verantwortung gezogen zu werden und Rechte und Unterstützungsmöglichkeiten für Betroffene müssen ausgebaut werden!!! Um darauf aufmerksam zu machen, und um uns gegenseitig zu unterstützen im Kampf gegen sexistische Kackscheiße, zeigen wir daher am 14.2. “unsere kollektive Stärke und unsere globale Solidarität über alle Grenzen hinweg”.

Aus diesem Anlass wurde die Kampagne ONE BILLION RISING ins Leben gerufen: An diesem Tag sind eine Milliarde Frauen und Mädchen, aber auch Männer und Jungen aufgerufen, sich gemeinsam zu erheben, auf die Straße zu gehen und zu tanzen – zu tanzen, um Aufmerksamkeit zu erregen und ein klares Signal zu setzen, dass das Unrecht und die Gewalt, die Frauen und Mädchen erfahren, inakzeptabel sind und sofort aufhören müssen.


Heidelberg tanzt vom Uniplatz aus:

Auch in Heidelberg wird getanzt: Am Donnerstag, den 14. Februar um 15 Uhr am Uniplatz, sehr gern zu Tanz und Hymne der Bewegung – aber natürlich sind auch alle eingeladen, ihr ganz individuelles Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen. Mit Musik geht’s dann weiter die Hauptstraße entlang in Richtung Bismarckplatz.

Mehr Infos hier und hier .

Solidaritätskampagne für befreite Räume und Kolleg@s weltweit

BlackFebruary

Wir rufen vom 2.-12. Februar 2013 zu einer weltweiten Kampagne direkter Aktionen in Solidarität mit Freiräumen auf.

Dieser Aufruf soll aber nicht nur in ein paar Aktionen in den nächsten paar Tagen münden, sondern es soll um viel mehr als eine Reaktion auf einen bestimmten Repressionsfall gehen. Dies ist ein Aufruf an alle AnarchistInnen und Antiautoritäre jetzt überall auf der Welt zu kämpfen. (mehr…)